STV Sennwald – Ein unvergessliches Wochenende am ETF
- medien62
- 15. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Am Freitagnachmittag begann für die Aktivriege des Turnvereins Sennwald das grosse Abenteuer: die Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest in Lausanne, dem grössten Breitensportanlass der Schweiz. Da der erste Wettkampfteil bereits früh am Samstagmorgen auf dem Programm stand, reisten die Turnerinnen und Turner bereits am Vortag an. Die Reise führte sie ins rund eine Stunde entfernte Neuchâtel, wo sie gemeinsam die Nacht verbrachten. Trotz der bevorstehenden Wettkämpfe war die Stimmung ausgelassen. Die Freude auf das Turnfest, das nur alle sechs Jahre stattfindet, war in der ganzen Gruppe deutlich spürbar – ein Ereignis, auf das monatelang hingearbeitet wurde.
Am Samstagmorgen füllten sich die Perrons des Bahnhofs Neuchâtel mit einer bunt gekleideten Turnerschar. Rund 35 motivierte Vereinsmitglieder mischten sich unter die noch verschlafenen Pendler. Ausgerüstet mit prall gefüllten Taschen und Rucksäcken – voller Turnkleidung, Verpflegung und Camping-Equipment – machten sie sich auf den Weg nach Lausanne. Die Zugfahrt war kurz und die Spannung stieg. Nach einem kurzen Fussmarsch durchquerten sie bereits die Eingangstore zum Turnfest.
Bereits um 08:06 Uhr fiel der Startschuss für die erste Disziplin – die Pendelstafette. Diese verlangt nicht nur Schnelligkeit, sondern auch perfekte Abstimmung innerhalb des Teams. Mit einer Note von 8.76 legten sie einen soliden Auftakt hin. Zeitgleich fand die Disziplin Wurfkörper statt, welche mit einer starken Leistung und der Note 9.16 abgeschlossen wurde. Danach blieb kaum Zeit zum Durchatmen, denn der straffe Zeitplan verlangte sofortige Konzentration auf den zweiten Wettkampfteil.
Auf dem Plan standen das Steinstossen und der Weitsprung. Beim Steinstossen traten gleich neun Athletinnen und Athleten an. Auch wenn nicht alles wie gewünscht funktionierte, wurde mit grossem Einsatz gearbeitet. Mit der Note von 8.32 schlossen sie die Disziplin ab. Parallel dazu bereitete sich das Weitsprungteam auf seinen Einsatz vor. Trotz der etwas herausfordernden Wettkampfanlage bewiesen die Sennwalder Sportsgeist und wurden mit der Note von 8.29 belohnt.
Nach kurzer Pause folgte bereits der dritte und letzte Wettkampfteil. Der 800-Meter-Lauf verlangte von den Sportlerinnen und Sportlern bei hohen Temperaturen nochmals alles ab – Ausdauer, Teamgeist und Kampfbereitschaft waren gefragt. Mit der Note 8.61 zeigte das Team eine grossartige Leistung. Zum Abschluss wartete der Fachtest Allround, eine Disziplin, die Koordination, Teamarbeit und Konzentration in den Mittelpunkt stellt. Auch hier zeigte sich die Stärke der Sennwalder: Mit einer hervorragenden Note von 9.18 beendeten sie ihre sportlichen Aufgaben mit Bravour.
Nach sechs intensiven Wettkämpfen begann für die Aktivriege des Turnverein Sennwald der wohlverdiente, lockere Teil des Wochenendes. Ob beim Entdecken des Festgeländes, beim Abkühlen im Genfersee oder beim Anfeuern der Fit-und-Fun-Riege – langweilig wurde es nicht.
Am Nachmittag war dann die Fit&Fun-Gruppe an der Reihe. Elf Frauen und acht Herren starteten im dreiteiligen Vereinswettkampf der Frauen/Männer in der 2. Division. Das Unihockey im Team wurde auf unbekanntem Terrain, nämlich Kunstrasen, ausgetragen. Die Aufgabe gelang jedoch sehr gut und auch der nachfolgende 8er Ball meisterte die Sennwalder Truppe sehr gut. Die gute Anfangsnote von 9.63 war ein super Startschuss! Beim anschliessenden Fussball-Stafettenstab sowie Brett-Ball drehten alle mächtig auf. Die Maximalnote von 10.00 in diesem Wettkampfteil sorgte für viel Jubel und Motivation für die letzten drei Disziplinen. Beim Street Racket bewahrten die Sennwalderinnen und Sennwalder die Nerven und holten viele Punkte. Das Wetter schlug nun um. Ein Platzregen vertrieb jedoch den aufkommenden Wind und sorgte während dem Moosgummi-Gymnastikstab für eine wackere Abkühlung. Die Turnerinnen und Turner liessen sich nicht beirren und zeigten eine perfekte Leistung. Für diese zwei Übungen resultierte die beinahe perfekte Note von 9.95. Man wusste bereits jetzt, dass es ein Bombenresultat geben würde. Zum Schluss kämpften fünf Athletinnen und Athleten gegen den Gegenwind beim Schleuderball, wo die Note 9.07 geschrieben wurde. Die top Gesamtnote von 29.35 bedeutete den super 4. Rang von total 107 Vereinen. Bravo!
Ein ganz besonderes Highlight war die Siegerehrung von Lisi Santner, welche am Abend stattfand. Sie holte sich im Turnwettkampf in der Kategorie der aktiven Turnerinnen sensationell den 3. Platz von insgesamt 471 Teilnehmerinnen! Ihre starke Leistung, kombiniert mit Nervenstärke und Präzision, brachten sie auf das Podest. Als ihr Name aufgerufen wurde, brach unter den Sennwaldern grosser Jubel aus. Der Stolz auf diesen Podestplatz war spürbar und sorgte für einen emotionalen Höhepunkt.
Nach der Siegerehrung machte sich der Turnverein auf den Weg zum riesigen Festgelände. Dort feierten alle mit tausenden weiteren Turnerinnen und Turnern. Es wurde gesungen, gefeiert, getanzt, neue Freundschaften geschlossen und bestehende Freundschaften gepflegt. Und auch wenn nicht allzu viel geschlafen wurde, war die Energie am nächsten Tag schnell wieder zurück.
Am Sonntagmittag traten die Sennwalder Turnerinnen und Turner ihre Heimreise an. In Sennwald angekommen, wurden sie von der Musikgesellschaft Sennwald und vielen Freunden und Bekannten herzlich sowie feierlich empfangen. Der traditionelle Umzug führte zum Restaurant Schäfli, wo bei einem gemütlichen Apéro auf die sportlichen Leistungen und die vielen unvergesslichen Momente zurückgeblickt wurde. Ein Wochenende voller sportlicher Höchstleistungen, unvergesslicher Erlebnisse und gelebtem Vereinsgeist – das Eidgenössische Turnfest in Lausanne bleibt für den Turnverein Sennwald ein Meilenstein, der noch lange nachwirkt.
Bericht: F. Heeb
















Kommentare